Hans Jonas ist der Lieblingsphilosoph der Grünen, „Das Prinzip Verantwortung“ sein Hauptwerk. Wer sich die Mühe macht, diese grüne Bibel zu lesen und Wahrhaftigkeit im politischen Diskurs schätzt, der wundert sich. Da ist von notwendiger Erziehungsdiktatur die Rede, da wird das „vorgestellte Malum“ als notwendiges Mittel in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Zukunftssicherung beschrieben. Dabei geht es nicht um die bloße „Gegenwart des Schlimmen“, sondern das noch nicht eingetretene Schlimme soll durch „wohlinformierte Gedankenexperimente“ erst vorgestellt und der Bevölkerung möglichst drastisch unter die Haut gebracht werden. Ob die Hypothese über das künftig eintretende Schlimme tatsächlich stimmt, spielt keine Rolle. Die Ethik der „Furcht vor der Zukunft“ setzt sich über jeden Einwand hinweg. Der Zweck heiligt die Mittel. Das „Waldsterben“ war ein derartiges von den Grünen vorgestelltes Malum. Horrorbilder künftiger Steppen ängstigten die Deutschen über Jahre. Fake news, vorgestelltes Schlimmes über kommende Umweltkatastrophen bestimmen seit dem Auftreten der Grünen die Politik und verschaffen dieser relativ kleinen Partei mit ca. 60.000 Mitgliedern und deren Hilfstruppen wie beispielsweise dem notorisch „fake news“ (Studien genannt) produzierenden Umweltkonzern Greenpeace einen unverhältnismäßig großen Einfluss bei der angstbesetzten Gestaltung der Gesellschaft. Hans Jonas verstieg sich 1992 in einem Interview mit dem SPIEGEL sogar so weit, dass er „die Demokratie, wie sie jetzt funktioniert – mit ihrer kurzfristigen Orientierung -, auf die Dauer nicht (für) die geeignete Regierungsform (hielt). Wieso sollte sie es auch sein? Wo steht geschrieben, daß in der Demokratie jetzigen Stils die endgültige Lösung der Frage des guten Staates gefunden worden ist?“

Im „Das Prinzip Verantwortung“ schimmert der alte Platon und dessen Philosophenherrschaft durch alle Ritzen. Die Masse ist dumm und hemmungslos, die wissenschaftlichen Eliten sollten zum Wohle der Menschheit herrschen. Kein Wunder, dass Herr Schellnhuber vom PIK in Potsdam mit dem „vorgestellten Malum“ des katastrophalen Klimawandels schnell zur Hand ist und zu dessen vorgeblich notwendiger Bekämpfung die Demokratie auch nicht für unbedingt geeignet hält, da in ihr ein „Verzichtsregime“ nicht so leicht durchzusetzen sei. Das hindert aber die Promoter des Klimahypes  nicht, immer wieder „fake news“ über die vorgeblich bereits heute eingetretenen katastophalen Auswirkungen des Klimawandels zu verbreiten und das „vorgestellte Malum“ in den wildesten Farben zu malen. Im nachstehend verlinkten Ausschnitt aus dem Interview mit dem SPIEGEL legt Jonas nicht nur die Vermutung nahe, dass die Modernität ein Irrtum war. Wissenschaftlich technischer Fortschritt und individuelle Freiheit? Igitt – wie schön war es doch im Mittelalter.

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