Irgendein „Malum“ hat sich in den Beitrag über das „vorgestellte Malum“ des Hans Jonas eingeschlichen …

Der ergänzende Link zum Interview mit Hans Jonas aus dem Jahr 1992 fehlt. Daher führe ich den Link nachstehend codiert im Text auf. Durch Klicken auf den Text gelangt der Leser zum SPIEGEL-Artikel:

JONAS: Den Verdacht habe ich, daß die Demokratie, wie sie jetzt funktioniert – mit ihrer kurzfristigen Orientierung -, auf die Dauer nicht die geeignete Regierungsform ist. Wieso sollte sie es auch sein? Wo steht geschrieben, daß in der Demokratie jetzigen Stils die endgültige Lösung der Frage des guten Staates gefunden worden ist?

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Der #Islam als Grundlage der Treuhänderschaft über das Eigentum Allahs

Glaubt man Frau Merkel und Herrn Wulff, so gehört der Islam zu Deutschland. Ich weiß nicht, ob Frau Merkel und Herr Wulff wirklich wissen, was sie mit dem Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ zum Ausdruck bringen möchten.

Betrachtet man die Religion, besser noch Weltanschauung, Ideologie,  des Islam genauer, so ist die Kernaussage des Islam, dass die Erde Allah im wahrsten Sinne des Wortes gehört. Sie ist sein geschaffenes Eigentum, er ist der Eigentümer, der Mensch aber wurde von Allah als Verwalter über Allahs Besitz eingesetzt.

„Wir haben die Treuhänderschaft den Himmeln, der Erde und den Bergen angeboten, aber sie weigerten sich, sie auf sich zu nehmen, und schreckten davor zurück. Der Mensch aber nahm sie auf sich. Er ist frevelhaft und töricht.“ – Sure 33,72

Muslime verstehen den Menschen als Treuhänder Allahs. Daraus resultiert die Pflicht, Allahs Schöpfung nicht nach selbst gegebenen Gesetzen zu verwalten, denn die Menschen sind nur Knechte Allahs, dessen Willen vollständig unterworfen und verpflichtet zur Anbetung dieses enorm mächtigen Wesens. Anbetung und treuhänderische Verwaltung aber zahlt sich aus und werden nach dem Tod des Gläubigen fürstlich belohnt. Was ist die zeitlich begrenzte Mühe im Dasein gegen die ewige Lust (Grüne Gärten wo Flüsse fließen, Sexflatrate – 72 immer neue Jungfrauen) im Paradies? Mohammed war ursprünglich Kaufmann, daher sind Aussagen über Leistung und Gegenleistung konstituierende Elemente des Koran.

„Diejenigen aber, die das diesseitige Leben um den Preis des Jenseits verkaufen, sollen um Allahs willen kämpfen. Und wenn einer um Allahs willen kämpft, und er wird getötet – oder er siegt –, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.“ – Sure 4,74.

 „Und ich habe die Dschinn (übersinnliche, mit Verstand begabte Feuerwesen G.R.) und Menschen nur dazu geschaffen, dass sie mir dienen.“

Der Diener dient, der Herr belohnt. Im Islam ist der Mensch vollkommen auf die unterwürfige Bestimmung als Knechts Allahs zurückgeworfen. „Islam“ heißt Sich-Ergeben oder Unterwerfung. Befolge Allahs Regeln genau, diene Allah als guter Muslim und du wirst ewigen Lohn im Paradies finden. Ein gutes Geschäft.

Ungläubige aber sind keine Treuhänder des Eigentums Allahs. Sie befolgen seine Regeln nicht, sie unterwerfen sich nicht, sie stellen menschliches Gesetz über religiöses Gesetz (Scharia), stellen sich gegen Allahs Willen und dürfen daher, sobald die Möglichkeit besteht, wenn es sein muss auch mit Gewalt, von der Macht entfernt werden. Die muslimischen Eroberungen der Ausbreitungsphase im 7. Jahrhundert erfolgten sozusagen auf der moralischen Grundlage des Besitzverhältnisses. Den angegriffenen Ungläubigen gehörte  das Land, das sie bewohnten ja gar nicht, sie verwalteten es unberechtigt. Sie hatten es Allah weggenommen. Die Eroberung der Gebiete der Ungläubigen waren (und sind?) für Muslime nur die Umsetzung des Willen Allahs, denn  die, die sich Allah nicht bedingungslos unterwerfen, haben nicht das Recht aus dem Eigentum Allahs auch nur einen Quadratmeter zu verwalten. Diesen Anspruch besitzen nur die von Allah eingesetzten Verwalter, die rechtgeleiteten Muslime.

„Ihr (Gläubigen = Muslime) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah.“ – Sure 3,110

Jeder Irrtum über diesen Sachverhalt ist ausgeschlossen, er ist von Allah selbst im Koran auf immer und ewig Wort für Wort fixiert. Der Islam ist daher nicht nur eine Religion, sondern ein Gesellschaftsentwurf mit genauen im Koran und den Hadithen festgelegten Vorschriften über das soziale Leben, das Verhältnis von Mann und Frau, das Erbrecht, die Staatsführung, die Gesetze. 56 Mitgliedsstaaten der „Organisation der Islamischen Konferenz“ benutzen die Scharia, das religiöse Recht, als Basis von Verfassung und Rechtsprechung. Folgerichtig haben sie den Allgemeinen Menschenrechten der UN 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrecht entgegengesetzt, deren sämtliche Artikel unter dem Vorbehalt der Übereinstimmung mit der Scharia stehen.

Meint Frau Merkel diesen Islam, wenn sie verkündet, „der“ Islam gehöre zu Deutschland? Fast alle Migranten aus dem islamischen Raum kommen aus einem der Staaten der „Organisation der Islamischen Konferenz. Als Einzelpersonen gehören Sie – sobald sie eine Aufenthaltsberechtigung oder die Staatsbürgerschaft erworben haben –  zu Deutschland, gehört aber auch der Islam ihrer Heimatländer zu Deutschland, der sie dort über Jahre oder Jahrzehnte sozialisierte?

„Der Islam verkündet sowohl in Bezug auf ein spekulatives Jenseits (Transzendenz, Welt 2) als auch in Bezug auf das tatsächlich beobachtbare Diesseits (Immanenz, Welt 1) absolute Wahrheiten, für die es weder empirisch noch logisch irgendwelche Belege gibt. Und er begründet die Gesetze für Welt 1 mit angeblichen Weisungen aus der rein spekulativ angenommenen Welt 2. Noch schlimmer aber: Er postuliert, dass all seine Aussagen von jeglichem Irrtum frei, (da unmittelbar von Allah – G.R) sind. Damit aber ist ein rationales, offenes Gespräch auf Augenhöhe gar nicht mehr möglich. Und zugleich wird behauptet, dass die Umma, die Gemeinschaft der Muslime die beste Gemeinschaft sei, die je unter den Menschen entstanden ist, woraus dann wiederum der Anspruch abgeleitet wird, allen anderen zu gebieten, mithin ein Herrschaftsanspruch.“ (Jürgen Fritz)

Perfide ist die Auffassung, alle Menschen seien geborene Muslime, der Islam sei ihre Natur, sie wüssten es nur nicht. In Sure 30,30 heißt es diesbezüglich:

„Richte nun dein Antlitz auf die (einzig wahre) Religion! (Verhalte dich so) als Hanif! (Das ist) die natürliche Art, in der Allah die Menschen erschaffen hat. Die Art und Weise, in der Allah (die Menschen) geschaffen hat, kann (oder: darf?) man nicht abändern. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid.“

Anhänger anderer Religionen sind demnach verformt, entstellt, ihrer natürlichen Anlage entfremdet, sie verderben die Muslime in ihrer Umgebung. Da sei Allah vor.  Folgerichtig bestimmt der Koran:

„Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.“ – Sure 4,89.

Diese Bestimmungen des Koran hemmen den Umgang mit Ungläubigen. Sie erzeugen die Sorge, durch den Kontakt oder gar die Freundschaft vom rechten Weg abgebracht zu werden und dem Höllenfeuer zu verfallen. Dass der Glaube des Gegenübers falsch ist, steht von vorneherein fest. Als Ungläubiger wurde er ja nicht als Verwalter der Erde eingesetzt, er ist ein Okkupant des Eigentums Allahs, er lebt im Dar al Gharb, im Land des Krieges, nicht im Dar al Islam, im Haus des Islams, des Friedens.  Daher entsteht sofort ein Über- und Unterordnungsverhältnis. Der Andere hat nicht den richtigen Glauben, er ist nicht in der Wahrheit, er verwaltet die von Allah zugewiesene Erde nicht im Sinne Allahs. Das muss geändert werden, denn, wie bereits gesagt, die Treuhänderschaft steht nur dem Muslim zu.

Die tiefe Überzeugung, zu der besten Gemeinschaft der Menschheit zu gehören, der eigentlich berechtige Gebieter zu sein und die Vorstellung aus der Unterwerfung unter Allahs Willen einen Herrschaftsanspruch über die Ungläubigen abzuleiten, führt – da die Verhältnisse auf der Erde anders sind und die meisten der 56 islamischen Staaten seit ca. 200 Jahren zu den Verlierern der Moderne gehören –  zu einer unerhörten permanenten „Beleidigung“ der muslimischen Gemeinschaft und damit zur von vielen Muslimen empfundenen Berechtigung, diesen Allahs Willen widersprechenden Zustand durch Jihad al Saghir zu ändern, Allah durch Kampf wieder in sein Recht zu setzen und dem Islam die Herrschaft, die ihm durch Gottes Willen zusteht, zu verschaffen.

Eine naive Politik, die DITIB, den saudischen Wahhabiten und sonstigen muslimischen Verbänden und Gruppierungen gestattet, die öffentliche Diskussion zunehmend zu bestimmen und Sonderrechte einzufordern, kann nicht im Interesse der Mehrheitsgesellschaft sein, die die Früchte der Aufklärung zu schätzen gelernt hat und sie durch massive Zuwanderung und politische Einflussnahme der muslimischen Verbände nicht wieder in Frage gestellt sehen möchte.

Das „vorgestellte Malum“ und dessen Verwandtschaft mit #fake news.

Hans Jonas ist der Lieblingsphilosoph der Grünen, „Das Prinzip Verantwortung“ sein Hauptwerk. Wer sich die Mühe macht, diese grüne Bibel zu lesen und Wahrhaftigkeit im politischen Diskurs schätzt, der wundert sich. Da ist von notwendiger Erziehungsdiktatur die Rede, da wird das „vorgestellte Malum“ als notwendiges Mittel in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Zukunftssicherung beschrieben. Dabei geht es nicht um die bloße „Gegenwart des Schlimmen“, sondern das noch nicht eingetretene Schlimme soll durch „wohlinformierte Gedankenexperimente“ erst vorgestellt und der Bevölkerung möglichst drastisch unter die Haut gebracht werden. Ob die Hypothese über das künftig eintretende Schlimme tatsächlich stimmt, spielt keine Rolle. Die Ethik der „Furcht vor der Zukunft“ setzt sich über jeden Einwand hinweg. Der Zweck heiligt die Mittel. Das „Waldsterben“ war ein derartiges von den Grünen vorgestelltes Malum. Horrorbilder künftiger Steppen ängstigten die Deutschen über Jahre. Fake news, vorgestelltes Schlimmes über kommende Umweltkatastrophen bestimmen seit dem Auftreten der Grünen die Politik und verschaffen dieser relativ kleinen Partei mit ca. 60.000 Mitgliedern und deren Hilfstruppen wie beispielsweise dem notorisch „fake news“ (Studien genannt) produzierenden Umweltkonzern Greenpeace einen unverhältnismäßig großen Einfluss bei der angstbesetzten Gestaltung der Gesellschaft. Hans Jonas verstieg sich 1992 in einem Interview mit dem SPIEGEL sogar so weit, dass er „die Demokratie, wie sie jetzt funktioniert – mit ihrer kurzfristigen Orientierung -, auf die Dauer nicht (für) die geeignete Regierungsform (hielt). Wieso sollte sie es auch sein? Wo steht geschrieben, daß in der Demokratie jetzigen Stils die endgültige Lösung der Frage des guten Staates gefunden worden ist?“

Im „Das Prinzip Verantwortung“ schimmert der alte Platon und dessen Philosophenherrschaft durch alle Ritzen. Die Masse ist dumm und hemmungslos, die wissenschaftlichen Eliten sollten zum Wohle der Menschheit herrschen. Kein Wunder, dass Herr Schellnhuber vom PIK in Potsdam mit dem „vorgestellten Malum“ des katastrophalen Klimawandels schnell zur Hand ist und zu dessen vorgeblich notwendiger Bekämpfung die Demokratie auch nicht für unbedingt geeignet hält, da in ihr ein „Verzichtsregime“ nicht so leicht durchzusetzen sei. Das hindert aber die Promoter des Klimahypes  nicht, immer wieder „fake news“ über die vorgeblich bereits heute eingetretenen katastophalen Auswirkungen des Klimawandels zu verbreiten und das „vorgestellte Malum“ in den wildesten Farben zu malen. Im nachstehend verlinkten Ausschnitt aus dem Interview mit dem SPIEGEL legt Jonas nicht nur die Vermutung nahe, dass die Modernität ein Irrtum war. Wissenschaftlich technischer Fortschritt und individuelle Freiheit? Igitt – wie schön war es doch im Mittelalter.

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#Aleppo in aller Munde …

Aber wie sieht es eigentlich in Mossul aus, wo irakische Truppen mit Unterstützung der kurdischen Peschmerga und der US-Luftwaffe eine Stadt mit über 3 Million Einwohnern angreifen und worin sich ca. 20.000 IS-Kämpfer verschanzt haben? In Ost-Aleppo waren während der letzten Monate noch ca. 500 islamistische Kämpfer aktiv und stellten schiitische Milizen und syrische Armee vor riesige Probleme. Stellenweise sieht Mossul jetzt schon aus, wie das zerstörte Ost-Aleppo, ohne dass die Resonanz in den deutschen Medien besonders groß wäre. Dabei unterscheiden sich die Kämpfer aus Ost-Aleppo und deren islamistische Agenda kaum von der des IS.

Sind es diese Bilder vom Schrecken des Krieges, von der schlechten Organisation der Hilfslieferungen und der ins Stocken geratenen Offensive, die die irakische Armeeführung verhindern will? Um negative Berichte zu unterbinden, wurde der Zugang für Journalisten nach Mossul untersagt. Der Kampf gegen den IS soll wohl in Zukunft unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Die #Energiewende – Wer dabei mitreden möchte …

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… sollte den nachstehend verlinkten Artikel aufmerksam lesen. Es ist viel von Stromspeicherung die Rede, doch die ist im großen Rahmen gar nicht beabsichtigt:

Nein, Kanzlerin und Umweltminister haben da eine noch viel bemerkenswertere Idee. In dem Diagramm können Sie ja erkennen, wie sehr man plant, neben der Umstellung auf volatile Quellen unsere Stromerzeugungskapazitäten auch in der Summe zu reduzieren. Einerseits geht man davon aus, der Strombedarf könne bis 2050 um ein Viertel gegenüber heute sinken. Andererseits will man zusätzlich in großen Mengen in Zukunft Strom aus dem Ausland importieren (und zwar etwa ein Viertel des zukünftigen Bedarfes). Und drittens will man eigentlich nicht umfangreiche Speicherkapazitäten als Grundlastkraftwerke aufbauen, sondern den Verbrauch an die Produktion anpassen („Smart Grid“). Heute kann Deutschland noch alle Elektrizität, die gebraucht wird, im eigenen Land produzieren. In 2050 soll das nach dem Willen der Bundesregierung nicht mehr der Fall sein.  Man wird seinen Bedarf an das schwankende Angebot anpassen müssen …

Nach langer Pause …

… nehme ich den Klimablog aus blog.de wieder auf. Nicht in der Frequenz, wie bei blog.de, aber doch regelmäßig. Die Zeiten sind zu aufregend, um die Wasser von Politik und Klimaforschung unkommentiert stürzen zu lassen.

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Der #Islam ist nicht nur eine Religion, er ist auch ein umfassendes gesellschaftspolitisches System, ….

 … das seine Erfüllung erst dann findet, wenn Staat und Religion vereint sind. Die Träger traditioneller islamischer Bekleidung sind Propagandisten einer reaktionären frauenfeindlichen Auslegung des Islam (Wahhabismus) und der Zielvorstellung „islamischer Staat“.  Jede Kopftuch-, Niqab- oder Hijab-Trägerin widerspricht mit ihrer Kleidung dem Kernanliegen der Aufklärung, nämlich der Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit gegenüber religiösen Autoritäten durch Benutzung des Verstandes.

Nazis gestatten wir auch nicht, Ihren gesellschaftlichen Zielvorstellungen durch das Tragen des Braunhemds und der Hakenkreuzbinde Ausdruck zu geben.  Warum sollen wir es dann reaktionären Musliminnen gestatten, liberale Musliminnen, die weder Nigab, Hijab oder Kopftuch tragen möchten, unter moralischen Anpassungsdruck zu setzen?

Die höchste Autorität des sunnitischen Islam, die al-Azhar-Universität in Kairo hat übrigens in einer Fatwa mitgeteilt, dass der Niqab nicht zum Islam gehört. Eine Berufung auf die Religionsfreiheit beim Tragen des Nigab ist daher kaum möglich.

In 2009, Egypt’s oldest university, al-Azhar, banned women from wearing the niqab in classrooms and dormitories. Other universities prohibited women from wearing the veil during exams on the grounds that it could facilitate cheating.

Problemkontinent #Afrika …

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Fluchtursachen bekämpfen, tönt die Politik und greift doch immer zu den falschen Mitteln. Nichts fehlt in Afrika weniger, als Geld. Die Politik sollte Volker Seitz lesen und anschließend Türen aufstoßen, die bis zur Stunde versiegelt scheinen.

„In seinem Buch macht Seitz korrupte politische Eliten für die Misere vieler afrikanischer Staaten verantwortlich. Zugleich wirft er als Insider im diplomatischen Geschäft den Industrieländern eine fehlgeleitete und weitgehend wirkungslose Entwicklungshilfe vor, die egoistischen Motiven folgt. Seitz spricht vom „verheerenden Drang der Europäer, Gutes zu tun“, von „Zweckfreundschaften mit Regimen, die ihre Völker ausbeuten“, und nicht zuletzt von der Entwicklungshilfe als einer „Riesenindustrie“. Die Thesen, die Seitz in Wittenberg referiert, gipfeln in der Forderung nach einem gänzlich veränderten Kurs in der Entwicklungspolitik.“

Volker Seitz: Afrika wird armregiert.